Gesundheitsvorsorge in Österreich – quo vadis?

Die Informationen von Dr. Martin Sprenger haben mir in der Corona Zeit geholfen einen halbwegs kühlen Kopf zu bewahren. Dadurch habe ich mich auch etwas mit Public Health beschäftigt:

Public Health ist ein Überbegriff, der das gemeinsame Handeln für eine nachhaltige Verbesserung der Gesundheit der gesamten Bevölkerung bezeichnet.

https://oeph.at/public-health-oesterreich/

Auffallend ist, dass die Österreicher zwar überdurchschnittlich lange leben, aber weniger sogenannte gesunde Jahre haben. Eine Grafik der EU zeigt das sehr anschaulich:

Auch der Rechnungshof kritisiert in seinem Bericht, dass hier in den letzten Jahren die Entwicklung außerdem negativ war, was sogar der Kronenzeitung (!) einen Bericht wert war und auch die Klimabewegung hat das Thema aufgegriffen in folgendem Artikel.

Wenn man zu dem Thema ein bisschen recherchiert stößt man darauf dass Österreich sehr gute Ergebnisse erzielt beim Versorgen von Krankheiten, aber viel zu wenig in Prävention investiert. Dazu passen meine Erlebnisse beim Hautarzt sehr gut, was mich ja schlussendlich auch dazu bewogen hat diesen Artikel zu schreiben:
Ich habe vor kurzem die Praxis meines Hautarztes aufgesucht um die Vorsorgeuntersuchung zur Hautkrebsfrüherkennung zu machen. Völlig verwundert musste ich gleich am Anfang eine Zettel unterschreiben der mich darauf hinwies, dass die österreichische Gesundheitskasse nur mehr alle fünf Jahre diese Untersuchung finanziert und dieses Thema habe ich dann direkt beim Arzt angesprochen.
Der erklärte mir dann ausführlich, dass diese Sparmaßnahme ein Wahnsinn sei! Durch die regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen konnte Hautkrebs als Todesursache bei den Krebserkrankungen vom zweiten auf den neunten Platz verdrängt werden. Die Früherkennung ist da essentiell und auf die Kosten zu schauen sei hier die falsche Stelle – ein einfaches Rechenbeispiel: Chemotherapien für zwei Personen kosten mehr als die Vorsorgeuntersuchungen für alle gekostet haben (pro Jahr gerechnet). Aber auch als Spezialist findet man da kein Gehör bei den staatlichen Institutionen, meinte er …

Da schließt sich für mich der Kreis jetzt wieder zu Public Health und auch der Meinung von Martin Sprenger: In den Corona-Jahren wurde immens viel Geld verwendet um sich auf eine Krankheit zu konzentrieren – er bezeichnet es immer als „medizinisch virologischer Tunnelblick“ – und für andere wichtige Gesundheitsthemen ist kein Geld da!

Um den Artikel abzuschließen – mein Hautarzt empfiehlt die Vorsorgeuntersuchung für Leute ab 35 mindestens alle 2,5 Jahre (Risikogruppe schon früher) und wie er meinte sollte man sich davon nicht abhalten lassen, mit aktuellem Stand, einmal sie auch selbst zu bezahlen!

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Über Tobias Sporer

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